Auto eines Rabbiners in Melbourne in Brand gesteckt

"Happy Chanukah!" steht in Melbourne auf dem Auto eines Rabbiners. In der Nacht geht das Fahrzeug in Flammen auf. Der mutmaßlich antisemitische Vorfall folgt nur wenige Tage auf den Terrorangriff auf ein Chanukkah-Fest mit 16 Toten. Premierminister Albanese ruft zum Kampf gegen Hass auf.

Anderthalb Wochen nach der Terrorattacke während des jüdischen Lichterfests Chanukka in Sydney ist in der australischen Küstenmetropole Melbourne ein mutmaßlich antisemitisch motivierter Brandanschlag verübt worden. Im Stadtviertel St Kilda East ging in der Nacht das Auto eines Rabbiners in Flammen auf, das ein "Chanukka"-Schild auf dem Dach hatte, wie australische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der Wagen war demnach vor dem Wohnhaus des Mannes geparkt, der nach dem Vorfall mitsamt seiner Familie in Sicherheit gebracht wurde.

Verletzt wurde niemand - doch angesichts der schlimmen Erinnerungen an das Massaker mit 15 Toten am Bondi Beach reagierte nicht nur die jüdische Gemeinde in Melbourne entsetzt. Premierminister Anthony Albanese sprach von einer "unbegreiflichen" Tat und rief erneut zum gemeinsamen Kampf gegen Hass und Antisemitismus auf. "Was sind das für bösartige Ideologien und Gedanken, die jemanden zu einer Zeit wie dieser antreiben?", sagte er bei einer Veranstaltung in Sydney zum Weihnachtsfest, das in Australien traditionell am 25. Dezember gefeiert wird.

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Männer in Sydney-Vorort gestopptFestnahme gefilmt: Zweiter Anschlagsplan am Bondi Beach?

Auf Bildern vom Tatort in Melbourne ist ein Schild mit dem Schriftzug "Happy Chanukah!" (fröhliches Chanukka) auf dem Dach des von Brandschäden gezeichneten Autos zu sehen, das in der Einfahrt vor dem Haus des Rabbiners steht. Auf ein eindeutiges Tatmotiv wollten sich die Sicherheitsbehörden aber nicht sofort festlegen. "Die Kriminalpolizei hat eine Person identifiziert, die bei den Ermittlungen helfen könnte", hieß es in einer von Medien zitierten Stellungnahme der Polizei. "Die Untersuchungen zu dem Vorfall laufen." Von einer Festnahme war bislang keine Rede.

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